ichleistung

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Eine szenische Lesung zum Thema Leistung und Identität

“Und was machst Du?”, ist die häufigste Frage, wenn man jemanden neu kennen lernt. Es ist die Frage nach dem Beruf und den aktuellen Projekten, die interessiert. Kurz: nach der (Arbeits-)Leistung, die man täglich zu erbringen hat.
Die Inszenierung IchLeistung ist eine Auseinandersetzung mit dem Ich im Rahmen dieser Leistungsgesellschaft. Steht das freie Ich im Widerspruch zur Leistung oder wird es erst dadurch überhaupt generiert und möglich.
In IchLeistung werden unterschiedliche Texte collagiert. Auszüge aus Reden deutscher Politiker werden mit den Parolen eines Motivationstrainers verwoben. Sie stehen den unmenschlichen Arbeitsbedingungen in Emile Zolas „Germinal“ gegenüber und spiegeln und widersprechen sich in Dario Fos „Erwachen“ sowie Selbstaussagen des erfolgreichsten Skispringers aller Zeiten: Matti Nykänen. „Der Sinn des Lebens? Na weiter springen als alle anderen!“

Leistung schafft Identität – und Leistung zerstört im endindividualisierten Effizienzdenken jede Möglichkeit der individuellen Positionierung. Mit diesem Widerspruch setzt sich IchLeistung auseinander.

Regie, Textauswahl		Moritz Peters
Bühne, Kostüm			Lisa Rohde
Mit				Sebastian Tessenow, Laura Kiehne, Floriane Kleinpaß, Jan Pröhl

Schauspiel Essen 2011

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