die jüdin von toledo

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nach lion feuchtwanger

reinar ortmann/ moritz peters

Spanien im 12. Jahrhundert: Das Land ist aufgeteilt zwischen christlichen Spaniern und islamischen Mauren. Es herrscht ein unsicherer Frieden zwischen dem weit entwickelten muslimischen Süden und dem katholischen Norden des Landes. Die jüdische Bevölkerung kann ihren Glauben nur unter christlicher Herrschaft ausüben. Daher ist der angesehene Kaufmann Jehuda Ibn Esra mit seiner Tochter Raquel nach Toledo gekommen. Er tritt als Minister in die Dienste des kriegsfreudigen Königs Alfonso und kann die wirtschaftliche Lage des Königreiches entscheidend verbessern. Durch geschicktes Taktieren vermeidet er einen Krieg gegen die weit überlegenen Mauren. Unversehens verliebt sich Alfonso in Raquel und vergisst darüber sowohl seine Ehefrau Eleonore wie auch das Kriegshandwerk. Jehuda weiß die Verbindung seiner Tochter mit dem König diplomatisch zu nutzen und setzt auf eine Politik der Mäßigung. Raquel schenkt schließlich einem Sohn das Leben. Doch die Idylle ist nicht von Dauer, denn ein neuer Krieg ist nicht zu verhindern. Jehuda überschätzt sich und seinen Einfluss. Lion Feuchtwanger erzählt in seinem 1955 veröffentlichten Roman von einer leidenschaftlichen Liebe, die durch die Konfrontation dreier Religionen zum Scheitern verurteilt ist.

premiere 20. Januar 2018

regie: Moritz Peters
bühne, kostüm: Jörg Zysik

mit: Joachim Berger, Alina Wolf, Stefan Schleue, Juliane Pempelfort, Michael Meichssner, Josia Krug, Andreas Spaniol

Rheinisches Landestheater Neuss - Jüdin von Toledo

 

Presse

WDR5 Scala, 22.01.2018 - Martin Burkert

„Regisseur Moritz Peters behält den aufklärerischen Ton des historischen Romans bei. Die Wechsel zwischen Erzählung, Dialog, Ein- und Ausstieg der Darsteller in ihre Rollen gelingt glänzend. Episches Theater vom Feinsten! […] Das gesamte Neusser Ensemble zeigt sich in starker Verfassung. Es schafft eine dichte, gespannte Atmosphäre, die den pazifistischen und um Toleranz werbenden Ansatz von Lion Feuchtwanger kunstvoll und klug auf die Bretter bringt.“

 

Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 22.01.2018

„Für seine Bühnenbearbeitung, die der Regisseur Moritz Peters zusammen mit dem Dramaturgen Reinar Ortmann erstellt hat, wählte er den Begriff „dramatische Chronik“. […]. Dass man einen faszinierenden Bühnenabend erlebt, liegt am Zusammenspiel von Ausstattung, Musik und vor allem den gut ausgewählten Darstellern. […]Berger und Schleue gelingt es hervorragend, die verqueren Machtpositionen von schwachem Herrn und starkem Diener in Szene zu setzen. […]Auf faszinierende Weise gelingt es Alina Wolff, die bedingungslose und hingebungsvolle Liebe der Jüdin von Toledo zum König von Kastilien ins Bild zu setzen. […]Viel Beifall für die Darsteller am Ende des zweieinhalbstündigen Premierenabends.“

 

Claus Clemens Theater-WG, 22.01.2018

„Sehr klug und dynamisch, Chapeau an Jörg Zysik, der sich für die Kulisse verantwortlich zeichnet. […]wir wollen erklären, was die Inszenierung sehenswert macht: Es sind die Details und der Respekt, mit dem man sich dem Ausgangstext genähert hat, sowie großartige Darsteller!“ […] In der Titelrolle glänzt Alina Wolff, zeigt uns Jehudas schöne Tochter Rahel, ist ständig präsent, dominiert aber nie die Inszenierung, wir nehmen sie jederzeit ernst, sie und die Krise, in der sie steckt, die Gratwanderung zwischen ihrem Vater und dem König, der sie liebt und damit einhergehend zwischen Christen- und Judentum. […] Besonders die darstellerischen Kleinigkeiten sind es, die diese Inszenierung sehenswert machen.“ Marius Panitz

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